Tauziehen um die Quarantäne-Kosten
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Während in der Fleischfabrik Tönnies im Kreis Gütersloh das Coronavirus wütet, scheinen die Verantwortlichen die Situation bei Müller-Fleisch im Griff zu haben. Keine neuen Infektionen bei vierter Testreihe. Politik fordert strukturelle Veränderungen.
Birkenfeld/Enzkreis. Die Fleischindustrie kommt nach dem Ausbruch des Coronavirus in der Tonnies-Fleischfabrik im Kreis Gütersloh nicht aus den Schlagzeilen. Derweil scheint es so, als habe Müller-Fleisch in Birkenfeld die Lage im Griff. Wie das Gesundheitsamt am Donnerstag mitgeteilt hat, sei in einer vierten Testreihe bei bislang etwa 530 Mitarbeitern kein Einziger positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Es fehlen noch die Tests von etwa 40 Beschäftigten, dies soll noch im Lauf der Woche nachgeholt werden“, sagt Dr. Brigitte Joggerst, Leiterin des Gesundheitsamts.
Zeitweise waren infizierte Vertragsarbeiter von Müller-Fleisch im Best Western-Hotel in Niefern in Quarantäne. Jetzt tobt ein Streit, wer die Kosten für die Folgen des Corona-Ausbruchs in dem Schlachtbetrieb übernimmt. Archivfoto: Fotomoment
„Ganz offensichtlich haben die von uns angeordneten Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlt“, freut sich Ordnungs-Dezernent Dr. Daniel Sailer. Diese blieben weiter in Kraft, darunter das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eine Zugangskontrolle, die bei allen Personen, die das Betriebsgelände betreten, den Gesundheitszustand prüft. „Gerade angesichts des großen Ausbruchs bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist das auch weiterhin notwendig“, sagt Sailer.
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