Tausende Kassenbons landen im Müll
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Bäcker Reinhardt: Verschärftes Kassengesetz und Belegpflicht stellen Geschäftsleute unter Generalverdacht – FDP für Bagatellgrenze
Der Knittlinger Bäckermeister Martin Reinhardt protestiert gegen die Belegspflicht. Am Freitagvormittag hat er mehrere Säcke voll mit in seinem Geschäft zurückgelassenen Kassenbons an den FDP-Landtagsabgeordneten Professor Dr. Erik Schweickert übergeben.
Bäckermeister Martin Reinhardt (re.) übergibt dem FDP-Landtagsabgeordneten Erik Schweickert im Geschäft liegengebliebene Kassenbons. Foto: Müller
Knittlingen. Kunden bekommen in Geschäften und Handwerksbetrieben seit einigen Tagen bei jedem Einkauf einen Kassenbon ausgehändigt – ob sie wollen oder nicht. Schuld daran ist das Kassengesetz, mit dem seit 1. Januar 2020 die Belegpflicht bei digitalen Kassensystemen vorgeschrieben wird. Martin Reinhardt, ehrenamtlich auch Landesinnungsmeister und Obermeister der Bäckerinnung Nordschwarzwald, gibt sich damit nicht zufrieden. Er hat knapp drei Wochen lang die liegengebliebenen Belege in seiner Bäckerei gesammelt, um den enormen Aufwand zu dokumentieren. Gestern hat er vier mit Kassenbons gefüllte Säcke an den FDP-Landtagsabgeordneten des Enzkreises, Professor Dr. Erik Schweickert, übergeben, um seinem Unmut Luft zu machen. Schweickert wies bereits 2019 mit einer Anfrage an die Landesregierung auf die Bon-Problematik hin und hat für die nächste Sitzung des Wirtschaftsausschusses einen Antrag zur praxistauglichen Modifikation des Gesetzes und zur Einführung einer Bagatellgrenze vorbereitet.
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