Täter zerstören das Leben einer Familie

Archiv

Attacke in der Silvesternacht hinterlässt tiefe Wunden – Messerstecher akzeptiert Urteil nicht und geht in Berufung

Pforzheim. Die Silvesternacht zum 1. Januar 2015 war eine Unglücksnacht. In der ging für eine türkische Familie buchstäblich alles kaputt, nicht nur eine Glasscheibe und der Arm des 34 Jahre alten Imbissbetreibers. Die Geschichte jener Nacht wurde gestern vor der Berufungskammer noch einmal aufgerollt. Angeklagt ist wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ein 27 Jahre alter Maschinist. Ein großer schwerer Mann, ein „Brocken“. Zusammen mit seinem etwas kleineren Bruder, der Mutter und seiner Ehefrau war er gegen 2 Uhr in der Nordstadt unterwegs. Beide Männer hatten ordentlich getrunken; der Angeklagte wies später eine Blutalkoholkonzentration von 1,8 Promille auf, der Bruder zwei Promille.

Viel Alkohol macht meist viel Hunger. Und daher suchte das Quartett eine Möglichkeit, noch etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Die türkische Familie hatte zu dieser Zeit ihren Dönerimbiss geschlossen und feierte noch ein bisschen. Kurz zuvor waren die Kinder ins Bett gebracht worden. Es klopfte. Draußen standen zwei „komische Männer“, wie sich die Ehefrau des Geschädigten gestern vor Gericht erinnerte. Groß und breit, mit seitlich raspelkurz geschorenen Köpfen, „komischen Jacken“ und gleichen Stiefeln. Ihr Schwager, der Bruder des Geschädigten, bedeutete den beiden, es sei geschlossen.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen