„Szenario war für wohl alle neu“

Archiv

Dramatische Rettung vom Wasserturm: Feuerwehr übt den Ernstfall mehrmals im Jahr

Mühlacker. „Bei der Feuerwehr brauchen wir junge, motivierte Menschen, die schwindelfrei sind, denn sie müssen auch auf einer 30 Meter hohen Drehleiter arbeiten können“, sagt der Mühlacker Kommandant Philipp Baumann am Tag nach dem dramatischen Einsatz am Wasserturm. Wie berichtet, musste dort am Donnerstagnachmittag ein älterer Mann von der 42 Meter hohen Plattform gerettet werden, nachdem er einen Herzstillstand erlitten hatte. Der aufziehende Sturm erschwerte die Aktion erheblich. Letztlich stabilisierte sich der Zustand des Patienten so weit, dass er über die Treppenanlage nach unten gebracht werden konnte.

„Szenario war für wohl alle neu“

Ein Einsatz wie jener am Donnerstag auf dem Wasserturm ist auch für die Einsatzkräfte der Mühlacker Feuerwehr nicht alltäglich. Foto: Deeg

Solche Einsatzlagen sind für die Kräfte der Feuerwehr Mühlacker keineswegs alltäglich. „Ich bin zwar selbst erst seit etwa einem Jahr hier, aber das Szenario war wohl für alle Beteiligten neu“, vermutet Baumann, der an seiner vorherigen Station in Hamburg häufiger mit Rettungen aus luftiger Höhe konfrontiert war. Doch gerade weil Situationen wie jene in dieser Woche in einer Kleinstadt wie Mühlacker sehr selten sind, sei es besonders wichtig, den Ernstfall regelmäßig zu üben, und dies mehrmals im Jahr, sagt der Feuerwehrchef. Dabei werde jedes Mitglied unter den Augen eines Ausbilders für Absturzsicherung darin geschult, wie man sich auf- und abseilt und wie potenzielle Opfer richtig gesichert werden. „Das trainieren wir üblicherweise auf der Drehleiter oder auch auf dem Schlauchturm der Feuerwache.“

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen