Sturz und Podium für Dominik Vincon
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Der Knittlinger Motorradsportler bewegt sich beim Rennen am Schleizer Dreieck emotional zwischen zwei Extrempolen
Das dritte Rennwochenende der IDM Superbike 1000 hatte es in sich: Auf der Rennstrecke am Schleizer Dreieck erlebte Motorradsportler Dominik Vincon ein Wechselbad der Gefühle.
Spektakulärer Dreikampf: Im Rennen um Platz drei macht der Knittlinger Dominik Vincon mit der Nummer 48 eine gute Figur, stürzt dann aber in einer Kurve, weil er zu viel will. Foto: Mennicke
Schleiz/Knittlingen. Das Schleizer Dreieck ist eine temporäre Motorsport-Rennstrecke in Thüringen nahe der Stadt Schleiz. Der Kurs ist die älteste Naturrennstrecke Deutschlands. Die öffentliche Straße wird für die Motorsportler zeitweise zu einem Rundkurs über 3,8 Kilometer umfunktioniert. Die Rennstrecke ist bei Fahrern, Teams und vor allem auch bei den Zuschauern sehr beliebt. Der Kurs gleicht einer Achterbahnfahrt und ist sehr hügelig. Rund 20000 Zuschauer lockte das IDM-Rennen an. Die freien Trainings liefen ohne größere Zwischenfälle ab. Schon im ersten Training belegte Vincon, der für das Team BMW Stilgenbauer by WDV Motorsport fährt, mit 1,5 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei die Spitzenposition. Die Mechaniker hatten das Motorrad des Knittlingers für das Qualifying sehr gut vorbereitet, und der Knittlinger wusste dies zu nutzen. Schon im ersten Durchgang brannte Vincon gute Zeiten in den Asphalt. Am Ende sprang der zweite Startplatz für ihn heraus. Nur Rivale Markus Reiterberger war schneller. Auch im zweiten Qualifying änderte sich nichts am Kräfteverhältnis zwischen Reiterberger und Vincon. Der Schwabe holte sein bisher bestes Qualifying-Ergebnis und stellte sich exakt in die Mitte der ersten Startreihe. Im ersten Rennen kam Vincon gut vom Start weg, bog als Zweiter hinter Reiterberger in die erste Kurve ein und versuchte vergeblich, am Gesamtführenden der Rennserie dranzubleiben. Der Konkurrent konnte sich an der Spitze deutlich vom Feld absetzen. Die Show für die Zuschauer lieferten die Verfolger Vincon, Florian Alt und Jan Bühn. Die Fahrer belauerten sich im Kampf um den zweiten Platz hartnäckig. Zwischen den Konkurrenten entbrannte ein harter Podestkampf, bei dem Vincon sich nicht durchsetzen konnte. Er kam wegen eines Sturzes sogar nur als Dreizehnter ins Ziel. Klar, dass der Knittlinger enttäuscht war: „Ich wollte mich in der letzten Schikane unbedingt noch neben Alt setzen, das war jedoch zu viel des Guten, ich hätte mich mit Rang drei zufrieden geben sollen.“ Der Knittlinger war nach seinem Sturz in der letzten Kurve zwar zu Boden gegangen, hatte seine Maschine jedoch die letzten 200 Meter bis zur Ziellinie schleppen und die 13. Position einfahren können. Das Fazit: Im Rennen um die Meisterschaft verbuchte Vincon nur – oder immerhin – drei wertvolle Punkte.
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