Studentin kreiert Lebensretter-App
Archiv
„Aimie“ für Preis nominiert
Pforzheim (pm). Die ersten Minuten zählen: Trotzdem sind es nur wenige Menschen, die im Notfall Wiederbelebungsmaßnahmen anwenden. Malin Kamlah, Absolventin der Visuellen Kommunikation der Hochschule Pforzheim, hat eine App entwickelt, die Laien als Ersthelfer unterstützt. Für diese Innovation wurde die Designerin nun für den UX Design Award 2020 in der Kategorie „New Talent“ nominiert.
„Viele haben Angst, etwas falsch zu mache, oder es gibt Unsicherheiten und Wissenslücken, weil der letzte Kurs viele Jahre zurück liegt“, weiß Malin Kamlah durch ihre Recherchen und Befragungen. Dadurch wurde für sie auch ersichtlich, dass der Guide zur Unterstützung von Sofortmaßnahmen ein Sprachassistent sein muss. „Ein Notarzt hat mir berichtet, dass die Telefonreanimation sehr gut funktioniert.“ In einer Notsituation ist keine Zeit für lange Texte und viele Bilder, es braucht verlässliche akustische Unterstützung. So entstand die Idee zur App, die den Namen „Aimie“ trägt und Helfer verbal durch lebensrettende Sofortmaßnahmen leitet. „Aimie“ ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und kann auf jede Situation reagieren. Sie stellt dem Nutzer Fragen und reagiert auf dessen Antworten mit Hilfestellungen. Animationen dienen als visuelle Unterstützung. Beiläufig hatte Malin Kamlah im April 2019 im Radio gehört, wie der Fall des Schülers aus Wiesbaden vor dem BGH in Karlsruhe verhandelt wurde. Die Lehrer hatten ihn nicht reanimiert, bis zur Ankunft des Notarztes war das Gehirn zu lange unterversorgt.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen