Streit um Asylunterkunft: Lösung in Sicht
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Landratsamt und Gemeinde Steinegg einigen sich auf einen Kompromiss
Neuhausen-Steinegg (pm). Im Dauerstreit um die Unterbringung von Asylbewerbern im ehemaligen Altenheim St. Josef in Steinegg sei „nach intensiven Gesprächen und teilweise sehr kontroversen Diskussionen“ eine Lösung in greifbarer Nähe, teilte am Freitag Landrat-Stellvertreter Wolfgang Herz mit. „Gemeinde und Landratsamt haben in einem Sieben-Punkte-Plan einen für alle Beteiligten vertretbaren Kompromiss festgezurrt.“ Wie berichtet, waren die ursprünglichen Pläne, rund 50 Flüchtlinge im früheren Seniorenheim einzuquartieren, im Ort auf heftigen Widerstand gestoßen. Ein Bürgerverein hatte sich dagegen formiert.
Im Hauptstreitpunkt, der Zahl der Asylbewerber, habe das Landratsamt auf die vor Ort bestehenden Vorbehalte noch weiter als bisher Rücksicht genommen, heißt es aus der Behörde: 30 Asylbewerber sind die jetzt vereinbarte Obergrenze. Möglich wurde dies dadurch, dass die Gemeinde weitere zehn Plätze im ehemaligen Schulhaus in Neuhausen zur Verfügung stellt. „Außerdem verzichten wir auf den Erwerb der Liegenschaft und damit auf die zeitlich unbegrenzte Unterbringung“, erläutert Herz. Die Nutzung in Steinegg werde auf zwölf, die in Neuhausen auf vier Jahre beschränkt. Es sei vorgesehen, dass die Gemeinde Neuhausen Gebäude und Grundstück in Steinegg erwerbe und das Landratsamt die Räume als Mieter übernehme.
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