Streik: Zulassungsstelle bleibt dicht

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Von Frank Goertz

Warnstreik bei der Kfz-Zulassungsstelle in Mühlacker. Links im Bild: Holger Egger, Vertrauensmann und Personalratsvorsitzender im Landratsamt, rechts: Gewerkschaftssekretärin Amely Poll.

Warnstreik bei der Kfz-Zulassungsstelle in Mühlacker. Links im Bild: Holger Egger, Vertrauensmann und Personalratsvorsitzender im Landratsamt, rechts: Gewerkschaftssekretärin Amely Poll.

Mühlacker. Schon zum zweiten Mal blieb die Zulassungsstelle in dieser Woche vormittags geschlossen: am Montag, weil wie berichtet in der Nacht zuvor Einbrecher ihr Unwesen getrieben hatten, und gestern nun, weil die sechs Mitarbeiter der Zulassungsstelle deutlich machen wollten, dass das aktuelle Angebot der Arbeitgeber von 1,77 Prozent Lohnerhöhung „geradezu lächerlich“ sei. „Damit wird noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen“, kritisiert Amely Poll. „Wir sind nicht bereit, weitere Reallohnverluste hinzunehmen“, sagt die Gewerkschaftssekretärin und verweist auf die kargen Abschlüsse der Vorjahre in Größenordnungen von etwas mehr als einem Prozent. Fast noch wichtiger als die 6,5 Prozent ist Poll ein anderer Bestandteil des Tarifkonflikts: Mindestens 200 Euro mehr wollen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst künftig auf ihrem Lohnzettel haben. „Die Mitarbeiter auf der Zulassungsstelle verdienen zwischen 2000 und 2700 Euro brutto“, rechnet Poll vor. „Wir wollen mit der Forderung nach mindestens 200 Euro die unteren Einkommensgruppen stärken.“

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