Streichliste soll neuen Streit vermeiden
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Konsequenz aus dem Ärger um die Lienzinger Friedenslinde: Stadtverwaltung legt Aufstellung über geplante Baumfällarbeiten vor
In Mühlacker und seinen Stadtteilen sollen über den Winter mehr als 80 Bäume gefällt werden, wie einer detaillierten Auflistung des Umwelt- und Tiefbauamts zu entnehmen ist. Die Gründlichkeit, mit der jeder einzelne Einsatz der Motorsäge vorab angekündigt und begründet wird, hat ihren Grund.
Stein des Anstoßes: In Lienzingen wird ohne Vorankündigung die „Friedenslinde“ gefällt, was im Ort für einige Aufregung sorgt.Archivfoto: Huber
Mühlacker. Die Vorgeschichte reicht zurück bis zum Dienstag, 21. Februar 2017, als an der Knittlinger Straße in Lienzingen eine Ära im Kreischen der Kettensäge endet: Die „Friedenslinde“, die fast 150 Jahre lang das Bild des Ortskerns prägte, wird überraschend gefällt – und der Vorgang ruck, zuck zum Politikum. Insbesondere die Tatsache, dass die Bevölkerung vorab nicht informiert worden war, ruft allgemeine Empörung hervor, auch wenn die Fachleute in der Stadtverwaltung die Entscheidung sachlich begründen können. Während der geschichtsträchtige Baum an der Fachwerkzeile unter einer schwindenden Vitalität gelitten hatte, fällt die anschließende Diskussion über das Verfahren umso lebhafter aus. Von einer Nacht- und Nebel-Aktion am helllichten Tag ist im Gemeinderat die Rede, von faulen Ausreden und von einer „Riesensauerei“.
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