„Strafbefehl ist ein Geschenk“
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Fahranfänger baut schweren Unfall und steht jetzt vor Gericht
Niefern-Öschelbronn/Pforzheim. Deutliche Worte fand am Dienstag Jugendrichter Udo Pawlischta für einen inzwischen 19-jährigen Autofahrer. Der junge Mann hatte gerade zwei Tage lang den Führerschein, als er am 24. April 2016 einen Unfall mit schwerwiegenden Folgen verursachte. An der B10-Ampel bei Niefern wollte er links abbiegen, beschleunigte beim Anfahren aber so stark, dass er die Kontrolle über das Auto verlor und in eine Gruppe schleuderte, die am Überweg wartete. Ein Familienvater erlitt schwerste Verletzungen, praktisch sämtliche Gesichtsknochen, Neben- und Kieferhöhlen, waren gebrochen, außerdem mehrere Hals- und Rückenwirbel. Er lag elf Tage im Koma und war nach mehreren Reha-Maßnahmen bis September arbeitsunfähig. Andere Passanten erlitten Knochenbrüche, Platzwunden, Schädelverletzungen. Insgesamt wurden vier Menschen erheblich verletzt.
Der Unglücksfahrer erhielt einen Strafbefehl von 60 Tagessätzen sowie ein dreimonatiges Fahrverbot. Gegen diesen Gerichtsbeschluss legte er Einspruch ein. Er fühlte sich zu hart bestraft.
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