Stolpersteinen neuen Glanz verschafft
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Gruppe besucht bei Rundgang fünf Erinnerungsstätten zum Gedenken an Verfolgte und Opfer der Nazis
Mühlacker. Täglich sind zahlreiche Schüler, Eltern und Passanten auf der Schulstraße in Dürrmenz unterwegs. Diejenigen, die den Blick am Eingang zum Hof der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule nach unten richten, können zwei von insgesamt 21 in der Mühlacker Kernstadt, Lomersheim, Lienzingen und Enzberg vorhandenen „Stolpersteine“ bemerken. Sie erinnern an Verfolgte und Opfer des Nationalsozialismus, die in Mühlacker wohnten, arbeiteten oder in die Schule gingen. Sieben Steine wurden für Juden verlegt, vier Steine für politische Opfer wie etwa Kommunisten und vier weitere für Kinder, zwei Steine für Sinti und Roma und zwei Steine für Euthanasieopfer. Eine Frau starb aufgrund von medizinischen Versuchen, ein Mann wurde wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung hingerichtet.
Zwei der Stolpersteine in Dürrmenz werden gereinigt und poliert. Foto: Sadler
Die Stolpersteine unmittelbar vor der UvD-Schule gedenken Bruno Fischer und Günther Schlorch. Während Fischer über Kolumbien in die USA fliehen konnte, wurde Schlorch in Auschwitz ermordet.
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