Stolpersteine auf dem Weg zur Sanierung
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Mühlacker. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates kamen nach und nach verschiedene Probleme zur Sprache. Eines davon bestand darin, dass ein Investor, der sich als Bauherr im Bereich Brunnengasse betätigen wollte, abgesprungen war. Mittlerweile ist zum Glück der Stadt ein neuer Interessent aufgetaucht: die Sax-Gruppe, die auf die umfassende Modernisierung von Gebäuden spezialisiert ist. Voraussetzung, so die Stadtverwaltung, sei allerdings eine gewisse Mindestprojektgröße. Um diese „kritische Masse“ zu erreichen, sei der gesamte Bereich der ehemaligen Bijouteriefabrik Craiss mit einer Fläche von rund 1900 Quadratmetern erforderlich. Die Sax-Gruppe ist bereit, diese Fläche zu einem Kaufpreis von 340000 Euro zu übernehmen. Die vorhandene Bausubstanz, zumindest das Kopfgebäude zur Krummen Gasse, die Fassade zur Brunnengasse und den rückwärtigen Verbindungsbau, möchte die Sax-Gruppe erhalten. Die „barocke Fassade“ an der Brunnengasse, so der städtische Planungsamtsleiter Armin Dauner, bleibe bestehen. Geplant seien hier 23 Wohneinheiten auf circa 2100 Quadratmetern Wohnfläche. Auch das Gebäude Wiernsheimer Straße 3 will der Investor angeblich erwerben.
Planungsamtsleiter Armin Dauner mit einem Sanierungsmodell. Links die geplanten Wohnungen an der Brunnengasse, rechts die altengerechten Quartiere hinter der früheren Gaststätte „Kanne“, die abgebrochen werden soll. Doch erst mal will das Denkmalamt hier graben.
„Wir sind froh, dass die Sax-Gruppe die Sanierung übernimmt“, freute sich SPD-Stadträtin Karin Münzmay. „Jetzt muss es in Dürrmenz schnell weitergehen“, drückt sie aufs Tempo. CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Bächle befürchtete, der Stadt könne die Zeit davonlaufen, schließlich muss die Dürrmenzer Sanierung Ende 2013 abgeschlossen und abgerechnet sein. Bürgermeister Winfried Abicht versuchte, das Gremium zu beruhigen. Er gehe davon aus, dass der Zeitplan nach wie vor stehe. Wobei sich deutlich gezeigt habe, dass eine Innensanierung einschließlich der Suche nach Investoren, die bereit sind, Millionen von Euro auszugeben, schwieriger sei als die Ausweisung eines Neubaugebiets.
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