Stolperstein für Karl Ernst Gössel

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Mahnwache in Mühlacker beleuchtet ein bisher unbekanntes Schicksal

Mühlacker (pm). Vor 79 Jahren brannten in Deutschland in der Nacht vom 9. auf den 10. November die Synagogen. Damit setzte eine bis dahin noch nie dagewesene Verfolgung, Entrechtung und Ermordung von Juden in Europa ein. In Mühlacker erinnern 20 Stolpersteine an Opfer der NS-Unrechtsherrschaft. Der Historisch-Archäologische Verein Mühlacker (HAV) ruft die Bürger der Stadt dazu auf, am Mittwoch, 9. November, von 18 bis 18.30 Uhr an der Mahnwache an einem der Stolpersteine in der Stadt oder den Stadtteilen teilzunehmen. Interessierte sollten neben einer Kerze auch Putzmittel mitbringen, um den Stolpersteinen wieder neuen Glanz zu verleihen. „Im Anschluss treffen wir uns gemeinsam vor dem Uhlandbau zu einem gemeinsamen Gedenken“, teilt HAV-Vorstandsmitglied Christiane Bastian-Engelbert mit. „Wir erinnern auch an ein Opfer, für das im Laufe des Jahres 2018 ein Stolperstein verlegt werden wird“, kündigt sie an. Der neue Gedenkstein erinnert an das Schicksal des einstigen Enzbergers Karl Ernst Gössel. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er – meist vor ihrem letzten Wohnort – Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in 1099 Orten Deutschlands.

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