Stimmen befehlen Brandstiftungen

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Pforzheim/Enzkreis (weg). Für im wahrsten Sinn des Wortes „heiße Autos“ hatte der beschuldigte 25-Jährige Ende vergangenen Jahres in Pforzheim und drei Enzkreis-Gemeinden gesorgt – er hatte sie angezündet. 15 Wagen, darunter teils hochpreisige Fahrzeuge wie Porsche, BMW oder Geländewagen, waren am 26. November und am 1., 2. und 3. Dezember in Flammen aufgegangen (unsere Zeitung hat berichtet). Stimmen hätten ihm befohlen das zu tun, hatte der Angeklagte dem Untersuchungsrichter und auch dem Psychologen, der ihn als Sachverständiger untersucht hatte, erklärt. Dann könne er einen Kleiderladen in München eröffnen und damit viel Geld verdienen.

Am nunmehr vierten Verhandlungstag wegen Brandstiftung konnte der Psychologe am Freitag sein Gutachten abgeben. Tenor: Der Beschuldigte weise die typischen Merkmale der paranoiden Schizophrenie auf. Möglicherweise sei seine Steuerungsfähigkeit zu den Tatzeiten aufgehoben, mit Sicherheit aber stark eingeschränkt gewesen. Die Gefahr neuer Schübe und damit erneuter Straftaten sei groß. Der Psychologe empfahl daher die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

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