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In Mühlacker gibt es zwei kommunale WC-Anlagen – Mehrere Toiletten auf Gartenschau geplant

Mühlacker. Die Bahnhofstraße in Mühlacker. Zahlreiche Passanten sind unterwegs, um Einkäufe zu erledigen. So auch ein Mann, der vollbepackt mit Tüten gerade in Richtung seines Autos marschiert. Jäh verspürt er ein Druckgefühl, das von Schritt zu Schritt erstaunlich schnell an Intensität gewinnt. Seine Gesichtszüge nehmen einen zunehmend verkrampften Ausdruck an. „Mist, ausgerechnet jetzt!“, denkt er. Grund seines Dilemmas: Er muss mal. Und das Timing ist ungünstig. Weit und breit keine öffentliche Toilette in Sicht!

Eine Mutter und ihr Kind nutzen die öffentliche Toilette beim Bahnhof. Foto: Sadler

Eine Mutter und ihr Kind nutzen die öffentliche Toilette beim Bahnhof. Foto: Sadler

Eine solche Situation dürften schon viele Menschen beiderlei Geschlechts erlebt haben. Was tun, wenn die Natur, genauer: die Blase, ihr Recht fordert? Wer von dem Verlangen mitten in der langen Bahnhofstraße befallen wird, muss sich sputen, um die nächstgelegene öffentliche Bedürfnisanstalt sicher zu erreichen. Eine vollautomatische Anlage, klärt Tiefbauamtsleiter Fritz Schick auf, befinde sich auf dem Bahnhofsvorplatz, die andere in entgegengesetzter Richtung im Zugangsbereich zur Tiefgarage Stadtmitte unter dem früheren Kiosk auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Beide Anlagen, deren Benutzung jeweils 20 Cent Gebühr pro Gang kostet, würden von der Stadt Mühlacker betrieben, sagt Schick. Bei Einnahmen von 6000 Euro und Ausgaben von 26000 Euro verursachen die kommunalen Klos der Stadt jährlich ein Defizit von 20000 Euro.

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