Steiniger Weg führt am Ende ans Ziel

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Ahmaad Alsalamaaljowyshi aus Syrien und Faarah Abdi Sheik aus Somalia sind als unbegleitete Minderjährige nach Deutschland gekommen. Inzwischen sind sie erwachsen und machen eine Lehre. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit gab es viel Unterstützung.

Enzkreis. „Etwa 80 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hat der Enzkreis seit 2015 aufgenommen“, berichtet Jugendamtsleiter Wolfgang Schwaab. Viereinhalb Jahre sind vergangen, seit er die ersten in Mühlacker am Bahnhof begrüßt hat. Zwei von ihnen waren Ahmaad Alsalamaaljowyshi aus Syrien und Faarah Abdi Sheik aus Somalia, die heute beide 21 Jahre alt sind. Sie haben ihren Weg gemacht. Ahmaad Alsalamaaljowshi hat eine Ausbildung als Zahntechniker begonnen, Faarah Abdi Sheik eine als Busfahrer.

Steiniger Weg führt am Ende ans Ziel

Noch leben einige junge Männer, die als unbegleitete Minderjährige aus ihrer Heimat geflohen sind, im Haus Schmie. Sie müssen bald ausziehen, weil sie ihren eigenen Weg gehen sollen. Foto: Fotomoment

„Wir mussten 2015 in kürzester Zeit ein Hilfssystem für die Minderjährigen aufbauen“, erinnert sich Sozialdezernentin Katja Kreeb. Weil die Situation völlig neu war, sei die Methode dabei auch „Try and Error“ – Versuch und Irrtum – gewesen. Kreeb: „Vieles hat funktioniert, vieles aber auch nicht.“ Inzwischen werden dem Enzkreis keine unbegleiteten Minderjährigen mehr zugewiesen. „Wir haben unser Soll übererfüllt“, erklärt Schwaab. Das hat auch Auswirkungen auf das Haus Schmie. „Nach und nach werden die jungen Menschen, die dort noch leben, ausziehen“, so Schwaab. Das Haus Schmie soll weiterhin vom Enzkreis genutzt werden. „Wir werden dort weiter Jugendhilfearbeit betreiben – nur eben nicht für geflohene Minderjährige“, sagt Schwaab.

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