Statt des Drogen-Lieferanten klingelt die Polizei
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62-Jähriger steht wegen des Handels mit 30 Kilogramm Haschisch vor Gericht – Letztes von drei Geschäften geht gründlich schief
Pforzheim (weg). „Es war die größte Dummheit meines Lebens“, bekannte der 62-jährige Angeklagte vor der Großen Auswärtigen Strafkammer beim Pforzheimer Amtsgericht unter Vorsitzendem Richter Andreas Heidrich. Staatsanwältin Christine Roschinski wirft ihm bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Er habe im Mai und Juli vergangenen Jahres jeweils zehn Kilogramm Haschisch-Erzeugnisse von Mittätern übernommen und gewinnbringend weiterverkauft. Die dritte Lieferung, ebenfalls zehn Kilo gepressten Haschischs, habe ihn nicht mehr erreicht, da die Polizei den Kurier an der holländischen Grenze festgenommen habe. Dieser nannte bei der Vernehmung gleich Lieferanten und Abnehmer – Letzteres war der Angeklagte.
„Ich habe gewusst, dass es schiefgehen wird. Aber ich war dumm genug, mich breitschlagen zu lassen“, seufzte der sehnige Mann auf der Anklagebank, der außer einem gelegentlichen Joint gesund lebt. Er hat, wie er berichtete, Abitur gemacht, studiert, und dann in verschiedenen Berufen gearbeitet. Nach seiner Schilderung habe ein alter Freund nach einer Trennung über einen finanziellen Engpass geklagt und ihn, den Angeklagten, um Hilfe gebeten. Der lieh sich Geld und verkaufte den „Stoff“ mit 5000 Euro Gewinn an einen Bekannten weiter, den er nicht nannte.
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