Stasi-Akten als Zeugnisse des Unrechts
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Manfred Casper berichtet in Mühlacker, wie bei ihm als junger Mensch in der DDR der Freiheitsgedanke erwacht ist, den auch das Zuchthaus nach einem missglücktem Fluchtversuch nicht brechen konnte. Scharfe Abrechnung mit den Verbrechen der DDR.
Mühlacker. 700 Seiten umfasst die Stasi-Akte von Manfred Casper. „Das war ja schon ein ganz schöner Aufwand, die ganzen Daten und Details zu sammeln – totaler Irrsinn“, findet Casper, geboren 1951 im Erzgebirge, der als 18-Jähriger bei einem Fluchtversuch in Bulgarien geschnappt wurde, in Karl-Marx-Stadt und Cottbus im Gefängnis saß, ehe er Ende 1970 von der Bundesrepublik freigekauft wurde. Am Donnerstagabend hat Casper auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung bei einem Zeitzeugengespräch in der Musikschule Gutmann ein Plädoyer für die Freiheit gehalten und deutlich gemacht, warum die DDR ein Unrechtsstaat war, in dem Willkür herrschte.
Kennen den Wert der Freiheit und haben alle eine besondere Beziehung zur DDR (v. li.): Manfred Casper, der FDP-Landtagsabgeordnete Professor Dr. Erik Schweickert und Volker Römer, Vorsitzender des DDR-Museums Pforzheim. Foto: Fotomoment
„Wer Unrecht erlebt hat, weiß den Wert der Freiheit zu schätzen“, erklärte der FDP-Landtagsabgeordnete Professor Dr. Erik Schweickert in seinem Grußwort. Ihn, der auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs geboren ist, verbindet einiges mit der DDR. Etwa sein Großonkel Walter Karl Schweickert, einer der erfolgreichsten Hörspielautoren der DDR mit einer schillernden Biographie zwischen Klassenkampf und NSDAP-Mitgliedschaft.
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