Stadtrat kritisiert Vorgaben des Denkmalschutzes
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Beim Thema „fußgängerfreundlicher Belag“ sieht Fraktionschef Kärcher rot
Maulbronn. Auf die Rampe, die seit einigen Wochen einen barrierefreien Zugang zum Maulbronner Rathaus ermöglicht, wird nun auch eine Verbesserung der Situation für Menschen mit Gehbehinderung unmittelbar vor den Toren des Weltkulturerbes gegenüber dem Amtsgericht folgen (wir berichteten). Der vom Gemeinderat angeregte fußgängerfreundlichere Bodenbelag soll noch in diesem Jahr verlegt werden. „Dem Ausbau steht nichts mehr im Weg, auch die Abstimmung mit dem Denkmalamt ist inzwischen erfolgt“, teilte Bürgermeister Andreas Felchle im Technischen Ausschuss des Gemeinderats mit.
Wegen der strengen Anforderungen, die der Denkmalschutz an den Bodenbelag stellt, wird das Vorhaben teurer als geplant, die Kosten liegen bei rund 37000 Euro. Dem Sprecher der Bürgerlichen Wählervereinigung, Albert Kärcher, der eine Beseitigung der Stolperfallen vor dem Klostertor wie auch die Rampe vor dem Rathauseingang angeregt hatte, geht die Maßnahme beim Amtsgericht allerdings nicht weit genug. Tatsächlich endet das neue fußgängerfreundliche Natursteinpflaster aus Gründen des Denkmalschutzes schon kurz vor dem Eingang zum Weltkulturerbe. Dass der Lückenschluss nicht erfolgt, bringt Kärcher mächtig in Rage: „Das ist völlig daneben. Die haben doch keine Ahnung, was hier abgeht.“
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