Stadtrat kritisiert Sitzungsvorlage

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Till Neugebauer findet, Probleme einer Flüchtlingsfamilie sollten nichtöffentlich diskutiert werden

Maulbronn (md). Wie schwierig die Unterbringung von geflüchteten Menschen sein kann, zeigt sich anhand einer Flüchtlingsfamilie in Maulbronn, in der es einen größeren Konflikt der Eltern mit einem Sohn gibt. Aus diesem Grund leistet das Jugendamt dort bereits Erziehungshilfe (wir berichteten).

Zwischen dem Jugendamt und der Stadtverwaltung gab es eine schriftliche Auseinandersetzung über die Art der Unterbringung des Sohns, der in der Unterkunft bisher ein eigenes Zimmer nutzen konnte, dies jedoch nicht mehr kann, weil der Raum für die Unterbringung von neuen Flüchtlingen gebraucht wird. Das Jugendamt hatte die Stadt darum gebeten, dem Sohn wieder ein eigenes Zimmer als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Dies lehnte Bürgermeister Andreas Felchle ab. Eine „jugendhilfegerechte“ Unterbringung könne eine Kommune nicht leisten. Dr. Till Neugebauer betonte: „Das hätten wir nichtöffentlich besprechen müssen.“ Auch der Hinweis darauf, dass der Sohn vom Jugendamt bereits mehrfach in Obhut genommen worden sei, sei kein Beleg dafür, dass der Vorstoß des Jugendamts für ein eigenes Zimmer in der Unterkunft ungerechtfertigt sei. Auch wenn klar sei, dass dies jetzt wegen der Belegungszahlen einfach nicht mehr gehe. „Eine Inobhutnahme kostet monatlich an die 6000 Euro. Auch das bezahlt am Ende der Steuerzahler.“ Insofern sei die Anfrage des Jugendamts legitim gewesen, so der Stadtrat.

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