Stadt setzt Zeichen gegen Kinderarbeit

Archiv

Knittlingen (cb). Indische, chinesische oder südamerikanische Jungen und Mädchen, die in Steinbrüchen ausgebeutet werden: Berichte über in Deutschland verkaufte Grabsteine, die aus Kinderarbeit stammen, haben in den Medien hohe Wellen geschlagen. Knittlingen will dieser Praxis nun mit einer geänderten Friedhofssatzung begegnen, die am Dienstag einstimmig beschlossen wurde.

„Uns ist klar, dass wir mit einer Satzung nicht das ganze Unrecht aus der Welt schaffen können, aber wir setzen damit zumindest ein Zeichen“, begründete Evelyne Teschner-Klug (Alternative Liste) den Antrag aus den Reihen des Gemeinderats, den 17 Mitglieder unterzeichnet hatten. Von nun an dürfen nur noch Grabsteine verwendet werden, die nachweislich aus fairem Handel kommen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Bei Steinen, die ausschließlich aus Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum stammen, reicht der Nachweis der Herkunft. Im Übrigen wird ein anerkanntes Zertifikat verlangt. Es sei traurig, dass „wir für alles Gesetze brauchen“, riet Klaus Meiser (CDU), die eigenen Konsumgewohnheiten generell auf den Prüfstand zu stellen. „Vielleicht stünde es uns nicht schlecht an, auch bei Baumaßnahmen über die Herkunft des Materials nachzudenken“, sagte Evelyne Teschner-Klug.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen