Stadt prüft Kauf von Defibrillatoren

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Mühlacker (the). Die Stadtverwaltung in Mühlacker will prüfen, inwieweit die Anschaffung weiterer Defibrillatoren für städtische (Sport-)Hallen Sinn machen würde. Einen entsprechenden Antrag hatten die Freien Wähler vorgelegt, und Sprecher Rolf Leo erneuerte im Ausschuss die Forderung, das Thema mit dem Stadtsportverband abzustimmen. Bislang gibt es die Geräte, die bei einem Herzanfall zum Einsatz kommen, nur im Freibad und Hallenbad. Erste-Hilfe-Kurse von Fraktionsmitgliedern in ihren Betrieben hätten gezeigt, wie wichtig die richtige Ausstattung im Notfall sei, so Leo. „Es treiben immer mehr ältere Menschen Sport“, pflichtete Dr. Ulrike Fuchs von der LMU bei.

CDU-Stadtrat Dr. Peter Metz hielt es, auch wenn Geräte aus Marketinggründen kostenlos zur Verfügung gestellt würden, als Mediziner für den falschen Weg, einfach jede Halle und Sportstätte mit einem Gerät auszustatten, das irgendwo verstaut liege. „Das Gerät muss griffbereit sein, außerdem braucht es eine Einweisung“, widersprach der Arzt dem Eindruck, es gebe selbsterklärende Modelle, die spontan von jedem Laien eingesetzt werden könnten. Im Zweifelsfall könne dies dem Patienten mit Herzbeschwerden eher schaden, warnte Metz. Eine manuelle Herzmassage und eine Mund-zu-Mund-Beatmung seien häufig eine schnellere und sinnvollere Hilfe.

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