Sprühaktion auf dem Friedhof in Niefern

Archiv

Eichenprozessionsspinner-Raupen am Wachsen hindern

Niefern-Öschelbronn. Im Moment dürfte sich der Eichenprozessionsspinner weniger freuen, dessen Einwanderung aus Südeuropa eigentlich der Klimaerwärmung zu verdanken ist. Dennoch: Er hat sich auch in der hiesigen Region eingenistet. Und das ist nicht immer ungefährlich. Vor allen Dingen für Menschen, die zu heftigen allergischen Reaktionen neigen. Diese könnten in Atemnot geraten, wenn sie mit den Nesselhärchen in Kontakt kommen, in jedem Fall aber sind Hautreizungen für alle Menschen eine Begleiterscheinung.

Die Raupen sitzen nur auf Eichen, und von denen gibt es gleich acht Stück auf dem neuen Friedhof in Niefern, aber auch auf dem Friedhof und beim Sportplatz in Öschelbronn stehen diese Bäume. Wenn sich die Raupen häuten, kann die Hauthülle mit den gefährlichen Härchen auf Menschen fallen. Vor allen Dingen bei der Verpuppung ballen sich die Raupen. Dann kann ein ganzes Gespinst vom Baum fallen. Dies wollen Gemeindeverwaltung und Forstwirtschaft verhindern, weshalb am Wochenende schwerpunktmäßig auf dem neuen Friedhof in Niefern mit Hilfe eines landwirtschaftlichen Schleppers mit einem Blasgerät der „bacillus thuringiensis“ von unten gesprüht wurde. „Der verhindert den Häutungsvorgang“, sagt Nieferns Revierförster Uli Schiz. Keine Häutung, kein Wachstum, und somit sterben die Raupen. „Das ist kein Kontaktgift, das alle Insekten tötet“, beruhigt er. Auch sei der Stoff für Menschen ungefährlich. Eingesetzt wurde er speziell in Niefern-Öschelbronn nur an Stellen mit Publikumsverkehr und Eichen. Im Wald sei dergleichen nicht geplant. Ein Hubschraubereinsatz wurde nicht als notwendig angesehen.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen