Sport-Verordnung des Landes schafft Perspektiven

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Ab dem 1. Juli treten neue und weitreichende Lockerungen in Kraft

Enzkreis. Das Kultus- und das Sozialministerium haben eine neue Verordnung speziell für den Sport auf den Weg gebracht, die ab dem 1. Juli gilt. Wer sich durch den bürokratischen Text kämpft, stellt schnell fest, dass mit dem neuen Papier weitreichende Lockerungen kommen. Gerade auch Fußballer und Handballer dürfen sich über neue Freiräume freuen. „In Gruppen bis zu 20 Personen können die für das Training oder die Übungseinheit üblichen Sport-, Spiel- oder Übungssituationen ohne die Einhaltung des ansonsten erforderlichen Mindestabstands durchgeführt werden“, heißt es in der neuen Verordnung. Auch Duschen und Umkleiden dürfen wieder genutzt werden, wobei hier noch bestimmte Aspekte zu beachten sind.

Simon Roller, Fußball-Trainer beim TSV Phönix Lomersheim, freut sich über die Lockerungen. Die Vorfreude auf ein Training mit Kontakt, also mit echten Zweikämpfen, ist groß. „Dann können wir endlich wieder Spiele ins Training einbauen.“ Phönix hat in den vergangenen Wochen alles gemacht, was unter den jeweiligen Vorgaben möglich war. Gestern beendeten die Bezirksliga-Spieler ihre sechste Trainingswoche. „Anfangs war es schon schwierig, das Training mit den Fünfergruppen zu gestalten“, blickt Roller zurück. In klar eingeteilten Parzellen wurde auf dem Rasen trainiert. Torschusstraining, Fußballtennis und Kräftigungsübungen standen auf dem Programm. Zweimal die Woche kamen mindestens 25 Fußballer, um sich fit zu halten. Ab der nächsten Woche könnte mit dem Mittwochstraining am 1. Juli wieder ein Training beginnen, bei dem die Spieler in Zweikämpfe gehen können. „Gerade sind alle Vereinsverantwortlichen dabei, die Verordnung zu studieren. Die Frage ist, ob wir das Papier richtig lesen“, sagt Roller. In der kommenden Woche werde man sich im Verein über die Corona-Verordnung austauschen. Mit Blick auf die Passagen, in denen sich die Landesregierung zu Wettkämpfen äußert, sagt Roller: „So, wie ich das verstehe, sind auch Freundschaftsspiele wieder möglich. So ein Spiel ist ja ein Wettkampf.“ Roller rechnet damit, dass sich der Württembergische Fußball-Verband (wfv) zur neuen Verordnung äußern wird. „Wir sind jedenfalls froh, dass diese positiven Nachrichten von der Landesregierung kommen“, betont der 45-Jährige, der vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung sogar mit Zuversicht auf einen Saisonstart am 1. September schaut.

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