Spitzelsystem
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Zu „AfD-Mann Räpple geht mit Pädagogen-Pranger online“ vom 12. Oktober:
Die Öffentlichkeit von Parteitagen ausschließen, aber in den Klassenzimmern spitzeln. Geht nicht, gibt’s nicht? Doch. Die Landtags-AfD macht es vor. Unverhohlen animieren sie nationalistisch eingestellte Schüler zum Spitzeln in den Klassenzimmern und zur Abgabe ihrer Berichte auf einer Stasi-Plattform im Internet – anonym, mit Spitzel- oder Klarname. Niemand täusche sich: Anders, als man in der ,Normannenstraße 2.0‘ scheinheilig vorgibt, geht es dabei nicht darum, angebliche Fehlentwicklungen zu korrigieren. Bei einem Problem macht man auf Facebook Stimmung oder geht im Idealfall zum Schulleiter. Da zögert heute niemand. Im Gegenteil ist eher die Klagewut mancher Eltern ein Problem. Hier geht es nur darum, im eigenen Dunstkreis ein Spitzelsystem aufzubauen. So, wie man vor acht Jahrzehnten dem von Amtswegen bestellten Ortspolizisten von der Partei aus einen „Blockwart“ zur Seite stellte.
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