Specht und Fledermaus sind Gewerbe im Weg

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Mühlacker sucht Flächen und muss dabei den Artenschutz beachten

Mühlacker (ram). Nach dem gescheiterten Bürgerentscheid vor eineinhalb Jahren liegt die Entscheidung, wie es in Sachen Gewerbegebiet in Mühlacker weitergeht, in der Hand der Ratsmitglieder. Zumindest zum Teil. Denn bei der Auswahl eines möglichen Standortes sind zahlreiche Vorschriften zu beachten. Dazu zählt auch eine artenschutzfachliche Untersuchung. Deren Ergebnis wurde für vier potenzielle Standorte nun fortgeschrieben. In der Sitzung am Dienstag, 24. April, ab 18.30 Uhr wird sich das Gremium mit der Auswertung beschäftigen. Als Referent ist Dr. Gunther Matthäus von der Gruppe für ökologische Gutachten eingeladen.

Aus der Sitzungsvorlage, die bereits nichtöffentlich vorberaten wurde, geht hervor, dass für die beiden Bereiche Lug-Fuchsensteige und Hart aus Sicht des Artenschutzes keine Bedenken vorliegen. Der mögliche Standort Hartwald-Osttangente sei ebenfalls unbedenklich. Allerdings lebe dort die Bechsteinfledermaus, was bedeute, dass dort „der hohe erforderliche zeitliche Vorlauf von Ausgleichsmaßnahmen, der über zehn Jahre vor Waldrodung zu erfolgen hat“, bei der Ausweisung und Entwicklung von Bauland (eher) unrealistisch sei. Das Gebiet „Hochberg“ sei für die Artenschutzexperten ebenfalls problematisch, weil dort Mittelspechte leben. Entsprechend gelte dieser Bereich als nicht genehmigungsfähig, da es Alternativ-Standorte gebe.

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