Spaßfaktor und weitere positive Effekte
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Gefragtes Angebot an der UvD-Schule: Mit Domino und Brettspielen zu besserem Durchhaltevermögen
Mühlacker. „Können wir ein Spiel ausleihen?“ Schulsozialarbeiterin Stefanie Schneider hatte beim Spielenachmittag an der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule (UvD) alle Hände voll zu tun, um den Spieldrang der knapp 40 anwesenden Grundschüler zu befriedigen. Ob Brettspiel oder Domino – Anklang fanden die Spiele alle, die Schneider für die Kinder bereitgestellt hatte. „Unser Spielenachmittag feiert in diesem Monat sein fünfjähriges Bestehen“, erzählt die Schulsozialarbeiterin vom Verein Miteinanderleben. „Von Beginn an wurde dieses offene Angebot gut angenommen.“ Frischen Schwung brächten zudem seit Jahresbeginn einige neue Spiele, die mit Unterstützung des Fördervereins der UvD angeschafft wurden. Für Schneider liegt auf der Hand, dass pädagogische Angebote wie der Spielenachmittag an Bedeutung zunehmen: „Wir stellen fest, dass manche Kinder kaum mehr Spiele daheim haben“, so die Sozialarbeiterin. „Vielen fehlt es an Ausdauer, ein Spiel bis zum Ende durchzuhalten.“ Über die Gründe kann sie nur spekulieren: „Manchen Eltern fehlt vielleicht die Zeit, um mit ihren Kindern zu spielen. Zudem spielt sicher auch die Zunahme elektronischer Medien eine Rolle.“ Umso wichtiger sei es ihr, gemeinsam mit dem Förderverein und engagierten Müttern die Kinder beim Spielenachmittag zu ermutigen, Durchhaltevermögen zu zeigen und ein Spiel zu Ende zu führen.
Für viel Anklang sorgt der regelmäßige Spielenachmittag an der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule, den die Schulsozialarbeiterin Stefanie Schneider (vorne li.) gemeinsam mit dem Förderverein der Schule (stehend, hinten: die zweite Vorsitzende des Fördervereins, Sabine Herzog) organisiert. Auch Rektor Matthias Klewar (stehend, hinten) schaut gerne vorbei. Foto: Bischoff-Krappel
Auch Rektor Matthias Klewar schaut gerne bei den Spielnachmittagen vorbei: „Die Kinder lernen hier mit viel Spaß, sich an Regeln zu halten und in eine Gemeinschaft einzufügen“, sagt er. „Manche Schüler, die am Morgen negativ aufgefallen sind, agieren beim Spielenachmittag ganz anders.“ Zudem disziplinierten sich die Kinder teilweise selbst, indem sie Störenfriede an die Einhaltung der Regeln erinnerten. Auch für die Grundschüler mit Migrationshintergrund sei der Nachmittag eine gute Möglichkeit, sich in die Schulgemeinschaft einzufinden. Ganz unabhängig von ihrer Nationalität freuten sich die Teilnehmer in der Pause des Spielenachmittags über die Brezeln, die der Förderverein zum Jubiläum gespendet hatte.
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