Späte Rückkehr nach der Flut

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Wegen des Hochwassers ausquartierte Bewohner des Seniorenzentrums St. Clara sind wieder zurück in Illingen

Das verheerende Hochwasser vom 1. Juni 2013 hat Illingen hart getroffen. Am Beispiel des Seniorenzentrums St. Clara wird die Dimension des Ereignisses deutlich. Erst in diesen Tagen kehren die letzten Bewohner zurück.

Schlussstrich unter ein unerfreuliches Kapitel: Einige Bewohner des Illinger Seniorenzentrums St. Clara mussten wegen des Hochwassers vom Juni 2013 zeitweise woanders untergebracht werden. Gestern sind drei Bewohnerinnen aus dem Seniorenzentrum St. Franziskus in Mühlacker zurückgekehrt und am Wiesenweg von Mitarbeitern und Freunden der Einrichtung herzlich empfangen worden.

Schlussstrich unter ein unerfreuliches Kapitel: Einige Bewohner des Illinger Seniorenzentrums St. Clara mussten wegen des Hochwassers vom Juni 2013 zeitweise woanders untergebracht werden. Gestern sind drei Bewohnerinnen aus dem Seniorenzentrum St. Franziskus in Mühlacker zurückgekehrt und am Wiesenweg von Mitarbeitern und Freunden der Einrichtung herzlich empfangen worden. Foto: privat

Illingen. Das direkt am Schmiebach gelegene Seniorenzentrum St. Clara war wie viele andere Gebäude in Illingen von der unerwarteten Flut kalt erwischt worden. Bis jetzt ist im Falle des Seniorenzentrums nicht abschließend geklärt, wie groß der vom Hochwasser verursachte Schaden ist. „Teilweise rechnen die Versicherungen noch“, sagt Hausleiterin Ursula Günster. Es stehe allerdings schon jetzt fest, dass es sich um eine „immense Summe“ handeln werde. „Schließlich stand das komplette Erdgeschoss unter Wasser.“ Die bauliche Sanierung war aufwendig, sogar der Estrich wurde erneuert. Während der heißen Phase ging es im St. Clara jedoch zuerst um das Wohl der Menschen. Ausgerechnet die an Demenz erkrankten Bewohner mussten wegen der Überflutung aus ihrem vertrauten Umfeld evakuiert und zeitweise woanders, beispielsweise im Seniorenzentrum St. Franziskus in Mühlacker, untergebracht werden. „Das war für uns eine schwierige Situation, in der wir bemüht waren, für die 15 Betroffenen wenigstens mit Blick auf die Betreuungsperson für Kontinuität zu sorgen“, erinnert sich Hausleiterin Günster an den Ausnahmezustand, „in der das Pflegepersonal zur Hochform aufgelaufen ist“. Auch die Angehörigen der Bewohner und ehrenamtliche Kräfte hätten damals Großes geleistet.

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