„Soulstaff“ im Musicpark Maulbronn
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Mit Herzblut die Bühne gerockt
Maulbronn. Noch ein bisschen mit den Hüften zu wackeln, bevor man sich bräsig unter den Weihnachtsbaum sinken lässt, das kann ja nicht schaden. Denn eines ist sicher, wenn man schon „Soulstaff“ heißt (salopp übersetzt: Soul-Crew), dann kann der Besucher des „Musicpark“ Maulbronn auch davon ausgehen, dass das tanzbar sein könnte. Ist es. Zumal sich die Band, die sich aus Mitgliedern aus Keltern und Königsbach-Stein zusammensetzt, ihren Namen eigentlich in Funkstaff ändern sollte. Funkig, also knackig sind die Coversongs, die man am Samstag in Maulbronn bietet. Und das vor vollem Haus. In der gemütlichen und doch geräumig wirkenden Atmosphäre des „Musicpark“ sind schnell alle Stühle besetzt an diesem Abend. Von überwiegend Ü-40-Gästen, aber auch ein paar jüngere sind dabei und finden Gefallen an den Gassenhauern der 1970er-/1980er-Jahren. Jahre, in denen Papa noch ein Rolling Stone war (Papa was a rolling stone, 1972 von The Temptations). Das macht aber nichts, dass Stühle und Barhocker und Sofas besetzt sind – nicht wenige Besucher tanzen und jubeln der Band im Stehen zu. Und auch Musicpark-Chef Wolfgang Kienzle lässt sich zu einem kurzen Gesangsduett mit Klaus Herrmann hinreißen. Aber ein kurzes Experiment reicht ihm, dann verschwindet er wieder hinter dem Tresen.
Es gefällt dem Chef, wenn auch regionale Bands auftreten, die rennen bei ihm offene Türen ein. Wie Soulstaff eben, die einst Ende der 1980er Jahre „Dr. Aftershave“ hießen, dann „Zoing“ und jetzt seit ein paar Jahren „Soulstaff“. Das habe, erklärt Bassist Steffen Andres, besser zur Band gepasst, die nun nicht mehr so blues-lastig sei. Er zieht den Altersdurchschnitt nach unten mit seinen 38 Jahren. Überhaupt das Alter. Schlagzeuger Willi Heim ist 70 Jahre alt. Man spürt ihn, den Soul und Funk, oder eben nicht. Und da ist das Alter Nebensache. Musikalität kann sich dabei durchaus vererben: An der Gitarre steht Willi Heims Sohn Daniel. Und Sängerin Monica Andres ist die Frau von Bassist Steffen Andres. Und so weiter. Es ist ein Netzwerk an Bekannten und Freunden, das da auf der Bühne steht. Und so ist es kein Problem, eventuell entstehende Lücken dann auch wieder zu füllen. Überhaupt spielt jeder, so Steffen Andres im Gespräch mit dem Mühlacker Tagblatt, in mehreren Bands. Da ist es für die Zuhörer schon Glückssache, wenn „Soulstaff“ überhaupt zusammenfindet. Bis zu zehn Mal pro Jahr tun sie das, immer in der Region Pforzheim/Bretten.
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