Sopranistin mit vielen Facetten
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Marlis Petersen gibt in Maulbronn einen Liederabend
Gewiss ein Höhepunkt des in diesem Jahr an Sternstunden nicht armen Programms der Klosterkonzerte Maulbronn war der Auftritt eines Weltstars im Laienrefektorium der ehemaligen Zisterzienserabtei. Dort gastierte am Dienstag eine außergewöhnliche Sopranistin.
Marlis Petersen bei ihrem Auftritt im Laienrefektorium des Maulbronner Klosters. Foto: Fotomoment
Maulbronn. Marlis Petersen heißt die 1968 in Sindelfingen geborene, in Tuttlingen aufgewachsene, heute in Athen lebende Sopranistin, die nicht nur ein Weltstar, sondern auch auf allen Bühnen der Welt zu Hause ist. Sie ist eine vielseitige Sängerin, was sich schon seit ihrer Ausbildung in Schulmusik und Gesang bei Sylvia Geszty an der Musikhochschule Stuttgart abzeichnete. Außerdem absolvierte sie eine Jazz- und Stepptanzausbildung an der New York City Dance School in Stuttgart. 1994 debütierte sie als Sängerin an den damaligen Städtischen Bühnen Nürnberg, wo sie vier Jahre blieb. Danach war sie fünf Jahre lang Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein. 2004, 2010 und 2015 wurde sie von der „Opernwelt“ zur „Sängerin des Jahres“ gekürt. Ein Meilenstein in ihrem Schaffen ist die Titelrolle von Alban Bergs „Lulu“, die sie in Nürnberg, Kassel und Düsseldorf verkörperte, bevor sie mit dieser Partie 2002 an der Wiener Staatsoper debütierte. Sie sang die „Lulu“ ein Jahr später an der Hamburgischen Staatsoper und 2010 an der Metropolitan Opera in New York, wo sie im selben Jahr innerhalb von zwei Tagen als Ophélie in der Aufführung des „Hamlet“ von Ambroise Thomas einsprang.
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