Solaranlagen am Lärmschutzwall?

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Niefern-Öschelbronn (pm). In einer Anfrage an die Landesregierung hat sich der Nieferner FDP-Landtagsabgeordnete Professor Dr. Erik Schweickert mit Blick auf den geplanten Ausbau der Autobahn im Enztal nach den Möglichkeiten erkundigt, wie sich Lärmschutzwälle noch auf andere Weise – zum Beispiel für die Installation von Solaranlagen – nutzen lassen. „Kaum ein großes Straßenbauprojekt überregionaler Straßen kommt heutzutage noch ohne großangelegte Lärmschutzmaßnahmen aus. Deshalb liegt es nahe, diese großen Flächen auch anderweitig – beispielsweise zur Gewinnung erneuerbarer Energien – nutzbar zu machen“, begründete Schweickert seine Anfrage. Er denke dabei insbesondere auch an die Enztalquerung der A8, wo im Zuge des Autobahnausbaus mehrere Kilometer an Lärmschutzeinrichtungen entstünden.

Die Landesregierung habe ihm mitgeteilt, es gebe derzeit nur wenige Erfahrungswerte mit entsprechenden Anlagen. Grund dafür sei insbesondere das Verbot zur Errichtung von Hochbauten, darunter auch Photovoltaikanlagen, innerhalb einer Entfernung von 40 Metern bei Autobahnen beziehungsweise 20 Metern bei Bundes- und Landesstraßen. Eine nähere Bebauung sei nur möglich, wenn eine Kommune dies im Rahmen eines Bebauungsplans im Einvernehmen mit der Straßenbauverwaltung ermögliche. Doch genau diese Konstellation, so Schweickert, gebe es bei einem Großteil der Lärmschutzeinrichtungen im Enztal.

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