Sohn zündet im Suff seine Mutter an

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Schlafende Frau mit Spiritus übergossen – Opfer zum Angeklagten: „Ich habe dich trotzdem lieb“

Pforzheim (weg). „Ich habe dich trotzdem lieb“, sagte gestern die Mutter zum Sohn. Sie umarmte ihn weinend nach ihrer Zeugenaussage vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Karl-Michael Walz. Der 29-Jährige weinte auch. Er hatte der Frau am 22. Juli Spiritus über Beine und Bauch geschüttet und angezündet. Die Mutter erlitt schwere Verbrennungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Stuttgarter Spezialklinik geflogen. Sieben Wochen lag sie dort stationär, fünfmal wurde sie operiert.

Vorausgegangen waren der Tat gegen 16.20 Uhr erstaunliche Mengen Alkoholika, die durch die Kehlen von Mutter und Sohn geflossen waren. Der wegen gefährlicher Körperverletzung Angeklagte hatte 3,5 Promille Alkohol im Blut, die Mutter 2,5 Promille. Wie meist, wenn er betrunken war, war der Mann aggressiv. Kaum war er aufgewacht, gegen 14 Uhr, gab es Streit. Die Mutter beleidigte den Sohn, kaufte Bier und legte sich dann schlafen. Der 29-Jährige schüttete irgendwann den Spiritus über sie. Die Frau erwachte kurz, schlief aber gleich wieder ein. Als sie das nächste Mal aufwachte, stand sie in Flammen. Neun Prozent ihrer Haut waren verbrannt.

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