Singend einen alten Brauch pflegen
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Sternenfels (ra). An eine überlieferte Tradition ist am Samstag in der Sandbauernstube erinnert worden: Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins hatte zum Adventsvorsitz eingeladen und rund 20 Gäste waren gekommen, um den alten Brauch zu pflegen. „Vor mehr als zehn Jahren“, wusste Ehrenvorsitzender Reinhold Roller zu berichten, ist die Idee entstanden, diese Tradition in der Sandbauerstube wieder aufleben zu lassen. Aus Erzählungen der Altvorderen war bekannt, dass man sich hierzulande in der Adventszeit zum sogenannten „Vorsitz“ traf. Im Zeitalter vor der Erfindung der Unterhaltungselektronik besuchten sich die Einwohner aus dem jeweiligen Dorf in der dunklen Jahreszeit gegenseitig, zu gemeinsamen Handarbeiten, um zusammen zu singen, sich Gedichte vorzutragen, Karten zu spielen oder heitere Anekdoten und besinnliche Geschichten zum Besten zu geben. Vor Jahren schon hatte die Ortsgruppe speziell für ihren Adventsvorsitz ein Liederheft zusammengestellt und so stimmten die Besucher am Samstag, begleitet von einem Bläserquintett aus der Jugendkapelle des Musikvereins Freudenstein, in besinnliche weihnachtliche Weisen ein.
Das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern gehört zum Adventsvorsitz des Schwäbischen Albvereins. Foto: Appich
Noch knapp 100 Mitglieder zähle die Sternenfelser Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, erklärte deren Vorsitzender Gerhard Hohmann. Wie bei vielen anderen Vereinen, fehlt auch ihr der Nachwuchs. Vor Jahren noch unterhielt der Verein eine rührige Harmonikagruppe und pflegte enge Beziehungen nach Thüringen, von wo aus schon mal Zitherspieler zum Adventsvorsitz entsandt wurden. An diese Freundschaft erinnerte die Thüringer Rostbratwurst, die am Samstag vom Küchenpersonal des Fördervereins der Sandbauernstube serviert wurde.
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