Sind wir alle Schettino?
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Mühlacker. Der Unfall der „Costa Concordia“ vor der italienischen Insel Giglio schlägt Wellen – und das nicht allein deshalb, weil die Ursache der Katastrophe nach bisherigem Stand der Dinge menschliches Versagen ist. Die deutsche Kritik am Kapitän des Kreuzfahrtschiffs führt inzwischen zu internationalen Irritationen, die auch in Mühlackers Partnerstadt Bassano del Grappa heiß diskutiert werden.
„Spiegel“-Titel zur Katastrophe.
Gianni Sandini ist Englischlehrer, hat deutsche Literatur studiert und 28 Jahre lang in diesem Fach unterrichtet, hat „viele nette deutsche Freunde – und ärgert sich heftig über eine Kolumne, die in der vergangenen Woche im „Spiegel“ erschienen und auch im Internet nachzulesen ist. Das Nachrichtenmagazin hatte in seinem Beitrag „Italienische Fahrerflucht“ am Beispiel von Francesco Schettino einen bestimmten „Typus“ von Italiener beschrieben, dem das Imponiergehabe sozusagen im Blut liegt, und die provokante Frage gestellt: „Hat es irgendjemanden überrascht, dass der Unglückskapitän der ,Costa Concordia‘ Italiener ist?“
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