Shopping-Tour führt direkt ins Gefängnis
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Höhepunkt eines traurigen Lebens
Pforzheim (ih). Der Dieb, der im Oktober 2013 mit einer blauen Mülltüte in Pforzheimer Kaufhäusern auf Beutezug ging, war dumm genug, sich erwischen zu lassen. Doch war er auch so dumm, den Detektiv, der ihn stellte, mit einem Messer zu bedrohen und so eine jahrelange Haftstrafe zu riskieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich diese Woche die Große Auswärtige Strafkammer in Pforzheim unter dem Vorsitzenden Richter Hermann Meyer.
Erst sackte der Angeklagte am 10. Oktober fünf Shirts bei C&A ein, dann stahl er bei Kaufhof Galeria drei Schreibstifte, bevor er sich in der Kosmetikabteilung in aller Seelenruhe daran machte, die Sicherungsetiketten von Parfümflaschen zu entfernen. Die auffällige „Shopping-Mülltüte“, kombiniert mit der nicht verstohlenen Vorgehensweise, blieb nicht lange unbemerkt. Ein Kaufhausdetektiv ertappte den Dieb und stellte den 30-Jährigen in einem Gerangel. „Ich spreche kein Deutsch. Ich habe den Mann nicht verstanden. Ich wollte weg und habe mich gewehrt“, räumte der Slowake über seinen Dolmetscher ein, bestritt aber die Messerattacke.
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