Sensation
Archiv
Die Kunstsammlung Heinrich ist ein Glücksfall für die Stadt Maulbronn
Wer von der Entstehungsgeschichte des neuen Maulbronner Kunstmuseums auf dem Schafhof erfährt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Unternehmer aus der beschaulichen Klosterstadt taucht über Jahrzehnte regelmäßig in Berlin ab. Er ist auf der Jagd nach großformatigen Gemälden, die ihn fesseln. Er kauft Kunstwerke im Gegensatz zu vielen Sammlern der heutigen Zeit nicht, um sein Geld gewinnbringend anzulegen, sondern weil Malerei für ihn eine Herzenssache ist. Vor einiger Zeit hat er seine 300 Werke umfassende Sammlung der Stadt geschenkt, um sie zu erhalten und gleichzeitig für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen – in einer Scheune, die er für die Stadt auf eigene Kosten zum Museum umgebaut hat. Klingt wie ein Märchen, ist aber keins. Jutta und Manfred Heinrich bereichern die Maulbronner Kulturlandschaft mit ihrem Geschenk um einen sehr wertvollen Baustein. Wegen der stimmigen und hochkarätigen Sammlung werden viele Besucher nach Maulbronn kommen, nicht nur aus der näheren Umgebung. Kunst ist in, Museen und Galerien brummen, für viele Menschen ist Kunst eine Art Religionsersatz. Die Stadt Maulbronn, stets bemüht, ihre touristische Attraktivität zu steigern, profitiert von diesem Trend zur richtigen Zeit. Dazu kommt, dass das Museum einfach gut gemacht ist. Jeder, der lesen kann, erfährt das Nötige, um die ausgestellten Werke der Künstler verstehen zu können. Hut ab vor den Museumsmachern, die das Publikum mit ihrem Geschmack sicher auch polarisieren, keinesfalls jedoch langweilen werden!
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen