Sender-Beschluss stößt auf Kritik
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Auch Mühlackers Alt-OB Gerhard Knapp bringt sein Bedauern zum Ausdruck
Mühlacker. Wirklich überrascht ist Frank-Ulrich Seemann nicht. „Natürlich ist man enttäuscht“, sagt tags darauf der Vorsitzende des Fördervereins für den Erhalt des Sendemasts, „auch wenn man es hat kommen sehen.“ Der Verein habe allerdings nie verlangt, Mittel für das Wahrzeichen in den städtischen Haushalt einzustellen. „Was uns eher stört“, so Seemann zum Mühlacker Tagblatt, „ist die Tatsache, dass man ohne Not einen Beschluss fasst und alle Türen zuschlägt. Dafür gab es zu diesem Zeitpunkt keinen Grund.“
Bald Geschichte: der große Mast. Foto: md
„Sender Mühlacker – weiteres Vorgehen“: So nüchtern las sich der Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Gemeinderats, der etliche Bürger – darunter den ehemaligen Oberbürgermeister und Ehrenbürger Gerhard Knapp – in den Ratssaal lockte, weil das Thema Emotionen weckt. Auch im Gemeinderat gingen die Ansichten auseinander. Zwar herrschte Einigkeit darin, kein Geld für den großen Sendemast und die Hallen auf dem SWR-Areal im Haushalt bereitzustellen, doch ansonsten fielen die Haltungen unterschiedlich aus. So stellte LMU-Sprecherin Dr. Ulrike Fuchs den Antrag, Oberbürgermeister Frank Schneider solle noch einmal mit der SWR-Spitze über Möglichkeiten der Nutzung des Geländes und der Hallen reden. SPD-Chef Thomas Knapp wiederum beantragte, die Hallen, die der Rundfunk selber benötige, außer Acht zu lassen, aber sich darum zu bemühen den Mast zu erhalten. Derzeit sei die Stadt im Begriff, „viel aufzugeben“, so Knapp, der dabei auch an den Mühlehof dachte.
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