Selbsthilfegruppe für Kriegskinder startet

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Enzkreis/Pforzheim (pm). Der Einmarsch von Soldaten, die Erschießung von Widerständlern, die Flucht der Eltern und der Transport als Kind ins benachbarte Ausland, eine erneute Flucht – was sich nach einem aktuellen Bericht anhört, liegt mehr als 70 Jahre zurück: Es sind die Erfahrungen von Robert S., der all dies in jungen Jahren erlebte. „Der Zweite Weltkrieg hat mein Leben geprägt und auch das meiner Kinder und Enkel“, sagt der Senior. Was lange Zeit verdrängt wurde, kehrt nun ins Bewusstsein zurück: Es äußert sich in schlechten Träumen, traurigen Stimmungen, Ängsten und auch in körperlichen Symptomen; die aktuellen Nachrichten über Krieg und Flucht bescheren S. manches Déjà-vu. Deshalb hat er sich entschlossen, eine Selbsthilfegruppe für erwachsene Kriegskinder ins Leben zu rufen, in der sich Betroffene in einem geschützten Rahmen über ihre Erfahrungen austauschen können. Die Zielgruppe kann auch Menschen umfassen, die andere Kriege erlebt haben, beispielsweise im früheren Jugoslawien.

KISS, die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe/Selbsthilfegruppen, unterstützt den Aufbau der Gesprächsgruppe und begleitet das erste Treffen am Montag, 11. Dezember, um 14.30 Uhr in Pforzheim. Weitere Informationen gibt es unter 07231/308-9743 oder per E-Mail an kiss@enzkreis.de.

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