Segelfalter fliegt auf das Heckengäu
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Enzkreis (fl). Größer und schöner als er ist in Deutschland fast keiner, seltener nur wenige: Der Segelfalter steht nicht nur auf der bundesweiten, sondern auch auf Baden-Württembergs Roten Liste. Und dort wird er in der Kategorie zwei aufgeführt, was bedeutet, dass der auffällige Schmetterling zu den vielen Arten zählt, die nicht etwa in Afrika oder Asien, sondern direkt vor der eigenen Haustür vom Aussterben bedroht sind.
Prächtiger Segelfalter.
Nur an wenigen klimatisch und ökologisch günstigen Orten findet man den prächtigen Falter noch, im Heckengäu beispielsweise und dort besonders im Naturschutzgebiet Kalkofen bei Mönsheim. Dass der fast fünf Zentimeter lange Falter mit seiner Flügelspannweite von bis zu acht Zentimetern noch durch das Heckengäu flattert, hat mehrere Gründe, einer davon: Seine Raupen lieben die Blätter des Schwarz- und des Weißdorn und die beiden Sträucher bilden im Wesentlichen die Hecken, die dem Heckengäu seinen Namen geben. Aber auch die blumenreichen Wiesen auf den mageren Böden und das Klima schätzt der wärmeliebende Schmetterling am Heckengäu – so wie viele andere seltene Schmetterlinge übrigens auch. Schmetterlingsgäu wäre daher ebenfalls ein treffender Name für das Gebiet im östlichen Enzkreis. In den letzten Jahrzehnten mussten viele solcher blumenreichen Wiesen ebenso wie viele Hecken, intensiv genutzten Agrarflächen weichen und mit ihnen auch der Segelfalter. Da half es auch nicht viel, dass die Deutsche Bundespost dem schönen Schmetterling bereits 1962 eine eigene Briefmarke gewidmet hat.
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