Seemann kritisiert „Ausbeutung“

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Enzkreis (pm). Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Stefanie Seemann, hat sich für grundlegende Veränderungen in der Fleischindustrie ausgesprochen. „Wenn oftmals weder Landwirte noch die in der Verarbeitung Beschäftigten auskömmlich von der Vermarktung von Schlachttieren leben können, müssen wir das gesamte System hinterfragen“, ließ sie in einer Mitteilung verlauten.

In den vergangenen Wochen seien im Enzkreis die Probleme „allzu offensichtlich“ geworden, so die Abgeordnete mit Blick auf die Debatte um Müller-Fleisch. Wie Grünen-Vorsitzender Robert Habeck stehe sie hinter der Idee, Mindestpreise für Fleischprodukte einzuführen: „Zumindest die Entstehungskosten müssen gedeckt werden.“ Darin eingeschlossen seien „mindestens“ die Kosten der Landwirte und die Transport- und Schlachtkosten inklusive aller Löhne. Um das System der Werkverträge und Subunternehmen aufzubrechen, begrüße sie grundsätzlich den Vorstoß von Bundesarbeitsminister Heil (SPD); nur übersehe er, dass ausbeuterische Arbeitsbedingungen nicht nur die Fleischindustrie beträfen. Werkverträge sollten auch in anderen Branchen kritisch hinterfragt werden, forderte Seemann, die Kritik an der Haltung des CDU-Landwirtschaftsministers Peter Hauk übte, der nach einem Besuch der Firma Müller-Fleisch eine Abkehr von Werkverträgen abgelehnt hatte.

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