Sechs Wohngebiete liegen auf Halde

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Private Eigentümer reservieren Bauplätze für Nachkommen – Stadt denkt über „Druckmittel“ nach

Mühlacker. Um das Phänomen, dass freie Bauplätze teilweise über Generationen hinweg reserviert bleiben, einzudämmen, gibt es in Mühlacker Überlegungen für neue Strategien. Eine Möglichkeit, die im Gemeinderat diskutiert wurde, wäre der Aufkauf von künftigen Wohnbauflächen durch die Stadt; eine weitere Variante ist eine Verpflichtung für die Eigentümer, die neu ausgewiesenen Bauplätze innerhalb bestimmter Fristen zu bebauen.

Wie berichtet, hat die Stadt im Großglattbacher Gebiet „Pforzheimer Weg“ einen ersten Schritt gemacht und erstmals ein gewisses Steuerungselement eingebaut. Demnach gilt, wenn Eigentümer mehrere Bauplätze besitzen, ab dem zweiten Bauplatz eine Frist von sieben Jahren, in denen die Fläche bebaut sein muss. Aus Sicht des Gemeinderats ist das jedoch nur ein Anfang, denn obwohl die Zahl der Baulücken in Mühlacker seit dem Jahresende 2011 von 394 auf 246 deutlich gesunken ist, liegen nach wie vor 219 private Grundstücke brach – eine Gesamtfläche von über zwölf Hektar, während gleichzeitig die Nachfrage nach Bauplätzen anhält. Der Schwund in den vergangenen Jahren liegt vor allem daran, dass die Stadt ihre eigenen Grundstücke ruckzuck verkauft, während private Eigentümer auf Vorratshaltung setzen. Engpässe gibt es, während in der Kernstadt die Ziegelei als Hoffnungsträger gilt, vor allem in den Stadtteilen.

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