Sebastian Kienle will bei Challenge in Roth siegen
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Profi aus Mühlacker ist Favorit bei der prestigeträchtigen Langdistanz
Mühlacker/Roth (pm). Ein Sieg bei der Challenge Roth ist das erklärte Ziel des Topfavoriten Sebastian Kienle aus Mühlacker. Dafür verzichtet der amtierende Ironman-Europameister auf die Verteidigung seines Titels in Frankfurt und kehrt an den Ort seiner Langdistanzpremiere zurück. Bei seinem Debüt in Roth im Jahr 2010 war es Kienle gelungen, unter der magischen Acht-Stunden-Marke zu bleiben. Gleichzeitig stellte der damals 25-Jährige eine neue Weltbestleistung auf den 180 Radkilometern auf. Trotzdem erreichte Kienle nur Platz zwei hinter dem Dänen Rasmus Henning. Auch bei seinem zweiten Start in Roth ein Jahr später lieferte Kienle eine starke Vorstellung ab. Hinter Andreas Raelert, der eine neue Weltbestleistung schaffte, blieb ihm jedoch wiederum lediglich Platz zwei. Das soll sich ändern: „Der Sieg in Roth fehlt mir bisher in meiner Karriere, und darum werde ich kämpfen“, sagt Kienle im Vorfeld des Rennens. Die Verbesserung der Weltbestleistung von 7:35:39 Stunden hingegen, aufgestellt in Roth 2016 von Jan Frodeno, steht für Kienle nicht im Fokus. „Für einen Rekord spielen viele Faktoren eine Rolle. Dafür muss alles passen: Tagesform, Material, optimale äußere Bedingungen und viele weitere kleine Puzzle-Teile.“
Nachdem die Laufstrecke 2017 verändert wurde, haben die Veranstalter dieses Jahr noch einmal nachgebessert, so dass der Kurs nun wieder deutlich weniger Höhenmeter aufweist. In Expertenkreisen gilt der 33-jährige Kienle als klarer Favorit. Doch das zum 35-jährigen Bestehen des Wettbewerbs einmalig auf 200000 US-Dollar erhöhte Preisgeld – davon 40000 US-Dollar für den Sieger – lockt zahlreiche Weltklasse-Athleten an. Mehr als 3000 Starter werden die 3,8 km Schwimmen im Main-Donau-Kanal, 180 Radkilometer durch den Landkreis Roth sowie den abschließenden Marathon in Angriff nehmen. Zum Kreis der Favoriten zählt neben Sebastian Kienle Lokalmatador Andreas Dreitz, der im Herbst 2017 ein gelungenes Debüt beim Ironman Italy ablieferte und diesen gewinnen konnte. Speziell auf dem Rad wird der Franke versuchen, Akzente zu setzen. Einen wesentlichen Einfluss auf den Rennverlauf könnte der Australier Cameron Wurf nehmen, der als einer der stärksten Radfahrer im Ironman-Zirkus gilt und sich zuletzt im Laufen stark verbessert hat. Der Amerikaner Jesse Thomas, der bei der Challenge Heilbronn mit der schnellsten Laufzeit überzeugte, wird ebenso zu beachten sein wie der Schweizer Sven Riederer. Weitere Top-Starter sind der Fünfte des Ironman Hawaii 2017 und Roth-Gewinner 2012 James Cunnama aus Südafrika sowie der laufstarke Spanier Ivan Raña. Das Feld der Favoriten komplettieren der Zweitplatzierte der Jahre 2016 und 2017, Joe Skipper aus Großbritannien, und der zweifache Ironman-Sieger David Dellow aus Australien.
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