Sebastian Kienle triumphiert in Miami

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Miami, Florida (pm/eig). Neben schwierigen Wetterverhältnissen, drückende Schwüle und Tropenschauer, wartete beim Ironman 70.3 in Miami starke Konkurrenz auf Sebastian Kienle. Im Mittelpunkt des deutschen Medieninteresses stand dabei das Duell von Sebastian Kienle gegen Michael Raelert, den Weltrekordhalter sowie Weltmeister der vergangenen zwei Jahre über diese Distanz. Der Rostocker galt dabei als klarer Favorit. Mehr als zwei Jahre war es her, dass Raelert letztmals auf der 70,3-Meilen-Distanz geschlagen wurde. Damals kletterte Kienle beim Ironman 70.3 Wiesbaden mehr als drei Minuten hinter Michael Raelert aus dem Schiersteiner Hafen, sauste auf dem Rad an dem Rostocker vorbei und hielt ihn auf der Laufstrecke in Schach. Genauso entwickelte sich diesmal auch das Rennen in Florida.Kienle liefert eine Dublette des Rennens in Wiesbaden 2009Sebastian Kienle entstieg mit rund drei Minuten Rückstand auf Michael Raelert und die übrigen Favoriten der Biscayne Bay in Miami Downtown. 28 Minuten waren bis dahin verstrichen. Nur an Position 25 liegend nahm Kienle die 90 Radkilometer durch die City in Angriff, schloss schnell zu der Verfolgergruppe auf, die den zu diesem Zeitpunkt führenden Briten Richard Allen jagte, und setzte sich alsbald von dieser ab. „Ich bin mir nicht richtig sicher, was meine Form angeht“, hatte Kienle noch zwei Tage vor dem Rennen gegenüber dem Internet-Fachmagazin tri-mag.de erklärt. Doch seine Leistung auf dem Rad beseitigte diese Zweifel. Nach 2:01,54 Stunden, der mit Abstand schnellsten Radzeit, kam Sebastian Kienle als Zweiter in die Wechselzone. Mit durchschnittlich 44,3 Kilometern pro Stunde hatte der 27-Jährige die 90 Kilometer bewältigt. Auf dem abschließenden Halbmarathonlauf (21,1 Kilometer) stellte er Allen jedoch schnell und übernahm die Führung. Nur 1:30 Minuten hinter Kienle waren Michael Raelert, der als der stärkste Läufer der Szene gilt, und Matt Reed auf die Laufstrecke gegangen. Entgegen aller Vermutungen konnte Raelert auf der ersten von zwei Laufrunden kaum Zeit auf Sebastian Kienle gut machen. Auch auf der zweiten Runde hielt Kienle den Rostocker auf Distanz und erreichte schließlich in einer Laufzeit von 1:33:53 Stunden und in der Gesamtzeit von 3:47:01 Stunden als Erster das Ziel am Bayfont Park, wo er endlich einmal wieder mit seinem Kienle-Sprung durch das Zielbanner sprang. Dritter hinter Raelert wurde Matt Reed (USA), auf Platz vier landete der Italiener Alberto Casadei.

Sebastian Kienle jubelt in Florida und bleibt der einzige der Michael Raelert auf der 70,3-Meilen-Distanz besiegt hat. Foto: Mora

Sebastian Kienle jubelt in Florida und bleibt der einzige der Michael Raelert auf der 70,3-Meilen-Distanz besiegt hat. Foto: Mora

Bis zu seinem nächsten Rennen, dem Ironman Arizona am 20. November, bleibt Sebastian Kienle, um sich optimal vorbereiten zu können in den USA.

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