Schwierige Spurensuche

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Ein Bauunternehmer muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten.

Pforzheim/Enzkreis (weg). Mit einem „Haifischbecken“ verglich der wegen Betrugs angeklagte Bauunternehmer (53) am Donnerstag das ganze Baugewerbe. Ihm und seiner 55-jährigen Ehefrau wurde vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Oliver Weik vorgeworfen, beide hätten finanzielle Engpässe durch Abschlagszahlen gutgläubiger Hausbauer zu beseitigen versucht. Das heißt, sie hätten in acht Fällen Verträge über Hausbau, Einbau oder Umbau geschlossen und Abschlagszahlungen in meist fünfstelliger Höhe kassiert, indes aber nur Teilleistungen erbracht. Die finanzielle Schieflage sei durch einen aufwendigen Lebensstil hervorgerufen worden. Insgesamt liegt der Schaden laut Staatsanwältin Christine Roschinski bei mehr als 450000 Euro.

Niemals, so der Angeklagte, habe er die Absicht gehabt, jemandem Schaden zuzufügen. Er habe sich immer bemüht, sauber und zuverlässig zu arbeiten. Bis 2012 habe er rund 35 Häuser gebaut, alle zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden. Seine Materialien seien immer von hoher Qualität gewesen, es habe keine Mängelrügen und keine Bauschäden gegeben. Seinen Arbeitern sei er keinen Lohn schuldig geblieben. Selbst nach der Insolvenz 2014 habe er sich bemüht, alles sauber und winterfest zu hinterlassen.

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