Schwierige Ermittlungen

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Nach Massenschlägereien fällt es Polizei schwer, Ursachen und aktiv Beteiligte auszumachen

Pforzheim. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen zwei Streithähnen gibt es überall immer mal wieder. Doch die Polizei in Pforzheim beschäftigt seit einiger Zeit zunehmend ein ganz spezielles Phänomen: drohende sowie tatsächlich stattfindende Schlägereien, bei denen sich zwei größere Gruppen auf offener Straße feindselig gegenüberstehen, und bereit sind, zuzuschlagen. Das Problem: Die Ermittlungsarbeit bei sogenannten „Massenschlägereien“ zwischen unterschiedlichen Gruppen verschiedener Nationalität gestaltet sich oft ausgesprochen schwierig.

Die jüngsten Beispiele liegen gerade einmal ein paar Tage zurück. Am Freitag vergangener Woche hatten, wie berichtet, Anwohner auf dem Leopoldplatz abends ungefähr 30 Personen gemeldet, die aufeinander losgehen wollten. Als die mit fünf Streifen angerückte Polizei vor Ort eintraf, wollte niemand etwas von einer Rauferei wissen. Allerdings waren auf einem Video noch mehrere Männer zu sehen, die offenbar einen Streit ausfochten, aber vor Eintreffen der Ordnungshüter verschwunden waren. Eine weitere Schlägerei bahnte sich am Mittwochabend dieser Woche an, als sich in der Nordstadt nach Mitteilung des Polizeipräsidiums Karlsruhe überwiegend türkischstämmige Männer zusammengerottet hatten – bewaffnet mit Messern und Baseballschlägern. Die Polizei, die hier mit sechs Streifen im Einsatz war, beschlagnahmte die Waffen und sprach mehrere Platzverweise aus.

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