Schwarzstorch fliegt auf die Region
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Exemplare unter anderem in Knittlingen gesichtet – Vogel geht dem Menschen lieber aus dem Weg
Knittlingen/Bretten. Den Weißen kennt jeder, aber dass es den Weißen auch in Schwarz gibt, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Das könnte sich bald ändern. Der Vetter des Weißstorch, der sehr seltene und scheue Schwarz- oder Waldstorch, ist zur Zeit deutschlandweit auf dem Vormarsch, und rings um Bretten wurde er in diesem Jahr schon ein paar Mal gesehen.
Der Schwarzstorch ist deutschlandweit auf dem Vormarsch. Foto: Lechner
„In Knittlingen, in Sulzfeld, im Ruiter Tal und in Walzbachtal wurden in diesem Jahr schon Schwarzstörche beobachtet“, erzählt der in Bretten wohnende Vorsitzende des Nabu-Kreisverbandes, Hans Otto Gässler, und ergänzt: „Gerade vor ein paar Tagen wurde ein Jungvogel zwischen Gondelsheim und Obergrombach beobachtet, wie er hinter dem Traktor eines Landwirts her marschierte, um Insekten und andere aufgescheuchte Kleintiere zu fangen.“ Ob die vielen Beobachtungen aber auf eine Brut in der Region hinweisen, ist fraglich. Vermutlich waren die meisten der beobachteten Exemplare nur Gäste, die der Region um Bretten einen Besuch abstatten. Und es waren auch nicht die ersten. „Vereinzelt konnte man schon immer einen Schwarzstorch bei uns sehen, schließlich ist er ein Zugvogel, und auf dem Vogelzug tauchen Vögel bekanntlich ja auch mal in einer Gegend auf, in der sie nie zu Hause waren oder aus der sie wie im Fall des Waldstorches schon seit mehr als einem Jahrhundert verschwunden sind“, erklärt Gässler.
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