Schwalben bekommen neue Quartiere
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Mühlacker-Enzberg. „Zuzug erwünscht! 14 hübsche kleine Eigenheime warten auf neue Mieter, gute Aussicht, nette Nachbarschaft, keine Miete, dafür regelmäßiger Mückenfang erwünscht.“ So in etwa ließe sich das Angebot vermarkten, obwohl Roland Erlenmaier, der Enzberger „Schwalbenvater“, nicht ernsthaft mit einem Leerstand der neuen Doppelnester am EnBW-Turm in der Dr.-Simons-Straße rechnet. Guter Wohnraum ist Mangelware, gerade auch bei Schwalben. Und wahrscheinlich hat es sich schon „rumgesprochen“, denn noch während Erlenmaier in luftigen acht Metern Höhe vom Hubsteiger aus bohrte, hämmerte und schraubte, flogen rund ein Dutzend Schwalben immer wieder um den Turm herum und schienen sich kundig zu machen, was sich da Neues tat. An zwei Seiten des Turmes hat Erlenmaier bereits im vorigen Jahr je vier Nester angebracht, die Hälfte gestiftet von der Neuen Schule Enzberg. Nicht alle Nester waren bewohnt, aber nun ist bereits reges An- und Abfliegen und lautes Schnabulieren zu beobachten. Es sieht also gut aus.
Roland Erlenmaier (li.) und Jochen Hörnle von der EnBW bei der Arbeit.
„Die weißen Flecken außen an den Nestern sollen Kotflecken vortäuschen, für die Schwalben ein Zeichen, dass die Nester bewohnbar sind. Ab Fabrik werden diese in einem sehr rauen Zustand geliefert. Ich feile erst alle scharfen Kanten ab und bearbeite sie dann mit Schmirgelpapier, besonders sorgfältig am Einflugloch, damit es keine Verletzungen gibt“, erzählte Erlenmaier. „Zwei bis vier Junge haben Schwalben“, weiß er.
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