Schüler wollen Staudamm für Afrika
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Spannendes Klimaschutz-Planspiel verwandelt Schüler in Parlamentarier des Schwarzen Kontinents
Enzkreis. Rein äußerlich ist ihnen die Verwandlung nicht anzusehen, aber an diesem Morgen werden aus den rund 30 Neuntklässlern des Lise-Meitner-Gymnasiums Königsbach-Stein vorübergehend Afrikaner. Antonia Wurster (16) ist jetzt „Frau Nylander“ und betreibt zusammen mit „Frau Kufer“, die eigentlich Vivien Richter heißt und 15 Jahre alt ist, eine Autowerkstatt in „Cape Shores“. Zusammen wollen sie sich im Parlament für Retentionsflächen als Präventivmaßnahme gegen drohendes Hochwasser in ihrer – afrikanischen – Heimat einsetzen. Alles, auch die Stadt, ist Fiktion beim „Planspiel Südsicht“: Den „klimapolitischen Perspektivwechsel“ werden in den kommenden Wochen noch zwei weitere Schulklassen aus Maulbronn und Remchingen vollziehen.
Ein junges afrikanisches Parlament tagt im Landratsamt: Dezernent Zeller mit den Teilnehmern des Planspiels. Foto: Roth
„Das Ganze könnte natürlich auch in den Schulen stattfinden, aber in einem richtigen Sitzungssaal ist das noch einmal etwas anderes“, sagt die Klimaschutzbeauftragte des Landratsamtes, Edith Marques-Berger, die begeistert ist vom Diskussionseifer der Schüler, die sich im Sitzungssaal der Enzkreisbehörde eingefunden haben. „Meine Frage wurde nicht beantwortet“, mäkelt in diesem Moment Antonia Wurster/Frau Nylander. Da muss die Bürgermeisterin „Dr. Sory“ alias Natascha Heyne (15) noch einmal nachlegen, die für den Bau eines Dammes und gegen die Retentionsflächen ist. Manche Mitschüler verfolgen amüsiert das Wortgefecht, andere zeigen schon leichte Ermüdungserscheinungen. Ganz wie im richtigen Leben.
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