Schüler arbeiten im Tafelladen mit
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Unbezahltes soziales Engagement statt Ferienjob
Mühlacker (fi). Württemberg und Baden treffen sich im Tafelladen: Lisa Mühlsch, Schülerin der achten Klasse der Mühlacker Mörike-Realschule, und Yannik Jänicke aus der 10. Klasse des Karlsruher Max-Planck-Gymnasiums. Lisa nutzt die Sommerferien, um ihr 30-stündiges Praktikum „Soziales Engagement“, kurz SE genannt, zu absolvieren. „Viele Klassenkameraden entscheiden sich für einen Einsatz in einem Kindergarten“, erzählt sie, „mich interessiert der Tafelladen. Ich will etwas mehr darüber erfahren.“ Das SE ist Pflicht für württembergische Schüler. „Am Ende muss ich einen Bericht schreiben.“
Yannik Jänicke und Lisa Mühlsch. Foto: Filitz
Und warum pendelt Yannik täglich zwischen Karlsruhe und Mühlacker? „Einen Teil der Ferienzeit will ich mit etwas Sinnvollem verbringen“, meint der 16-Jährige. Auf der Suche danach habe ihm seine Tante, die die Diakonie in Mühlacker leite, geraten, es mit dem Tafelladen zu versuchen. „Es lohnt sich schon, sich mit dem Thema Tafelladen auseinanderzusetzen“, fasst er seine Erfahrungen zusammen. Eingesetzt werden die Praktikanten bei allen Arbeiten, die in einem Laden anfallen. Sie sind wie alle Mitarbeiter ehrenamtlich tätig, das heißt: Nicht einen Cent erhalten sie. Von ihnen wird dennoch erwartet, dass sie ihren „Job“ ernst nehmen und überall mit anpacken. Dann sind sie auch eine Entlastung für die Mitarbeiter. Und die jungen Leute nehmen meistens aus ihren Tafel-Wochen manch nützliche Erkenntnis für ihre eigene Zukunft mit.
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