Schreiner präsentieren ihre Gesellenstücke
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Elf Junghandwerker beenden ihre Ausbildung und zeigen der Öffentlichkeit ihr Können
Pforzheim. Die Schreinerinnung Pforzheim-Enzkreis zeigt im Haus des Handwerks die Gesellenstücke der elf Jungschreiner, die jetzt ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Gesellenprüfungsausschusses, Richard Wörtz, überreichte Innungsobermeister Reinhard Engel den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen die Zeugnisse. Dies sind Patrick Christian Grafmüller (Schreinerei Felix Beigel, Wurmberg), Lukas Hopff (Schreinerei Christoph Wilhelm, Maulbronn), Nico Keßler (Möbelwerkstätte Merkle, Pforzheim), Salome Klawitter (Schreinerei Kalmbach, Simmersfeld), Pirmin Leitz (Schreinerei Treiber-Kloss, Dobel), Louis Michaelis (Schreinerei Matthias Blindow, Pforzheim), Carmen Ostertag (Schreinerei Heinzelmann, Mühlacker), Anton Sauter (Schreinerei Hagen Schneider, Maulbronn), Jan Schöninger (Firma WDB-Zeyer, Karlsbad) und Miguel Überacker (Schreinerei Oliver Gräßle, Remchingen-Singen). Ihre Gesellenbriefe erhalten die Jungschreiner bei der Freisprechungsfeier im CCP. Schulleiter Ulrich Jäger verwies auf gute Chancen für die Zukunft. Besonders die computergestützte Konstruktion mache es zusammen mit modernen CNC- Maschinen möglich, individuell entworfene Möbel zu Preisen herzustellen, die mit industriell gefertigten Produkten konkurrieren könnten. Denn gefragt seien individuelle Möbel – und da habe der Schreiner alle Möglichkeiten.
Preisträgerin Salome Klawitter. Foto: Wacker
Mit einem Preis für „gute Form“ wurde Schreinergesellin Salome Klawitter aus Birkenfeld ausgezeichnet. Die Tierfreundin hat lang überlegt, wie sie ein Möbel mit Thema machen könnte, und ist schließlich auf den Fuchs gekommen. Das Möbelstück ist eine Sitzbank mit Polstersitz und eingebauter Truhe zum Aufklappen. Seitlich ist ein Schränkchen, dessen Front das Gesicht des Fuchses in grün lackiertem Holz zeigt. An der anderen Seite lugt der Schwanz des Fuchses hervor, ebenfalls grün lackiert. Für den Körper hat sie helle Eiche verwendet, Füße und Untergestell sind dunkel gebeizt. Wie Klawitter erzählt, stamme sie aus einer Handwerkerfamilie. Der Vater hatte eine Werkstatt in Birkenfeld, und seine Werke hätten sie sehr beeindruckt. Zunächst hat sie an der Goldschmiedeschule im Berufskolleg Produktdesign die Fachhochschulreife absolviert. Dabei habe sie gemerkt, „Holz liegt mir“, und anschließend die Schreinerlehre bei Innenausbau Kalmbach in Simmersfeld begonnen. Wie es bei ihr beruflich weitergeht, weiß die Jungschreinerin noch nicht. Sicher ist aber, „im Januar geht es auf Weltreise“. Und wenn sie unterwegs einen Job suche, dann bestimmt als Schreinerin, denn deutsche Handwerker seien auf der ganzen Welt gefragt. Mit dem Preis „Gute Form“ wurde auch Miguel Überacker ausgezeichnet. Das Gesellenstück mit der besten Note hat Patrick Grafmüller aus Remchingen geschreinert. Für seinen Nachttisch in Eiche erhielt er Note 1,5. Für die drei Preisträger gab es zudem einen Buchpreis vom Regierungspräsidium Karlsruhe. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Lisa-Marie Quitschke auf dem Klavier. Grußworte sprachen Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil und Oberbürgermeister Peter Boch.
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